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„Wir suchen nicht irgendwen zu irgendwann“: Digitale Personalsuche bei DB Schenker

Digitale Wege der Personalsuche bei DB Schenker. Der Logistikkonzern, der allein in Deutschland hunderte von Vakanzen im Jahr besetzt, geht mit neuen Instrumenten des „Active Sourcings“ gezielt auf potenzielle Kandidaten zu. Eines davon ist BirdieMatch. Die Job-Matching-Plattform bringt Unternehmen und Jobsuchende nach dem Prinzip von Partnerbörsen zusammen, die ideal zusammenpassen. Möglich wird das gezielte Recruiting durch Algorithmen, die hunderte von job- und persönlichkeitsbezogenen Kriterien in Sekundenschnelle abgleichen. Diese Form des Online-Matchings gewinnt unter Recruitern zunehmend Bedeutung.

Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern wird in der Logistikbranche zur strategischen Aufgabe. Deutschlands drittgrößte Branche boomt, während die Zahl der Bewerber kontinuierlich sinkt. Für einen Konzern, der allein hierzulande über 15.000 Mitarbeiter beschäftigt, sind professionelle Recruiting-Strukturen Voraussetzung, um dem wachsenden Fach- und Führungskräftemangel in der Logistik begegnen zu können.

 

Julia Kahle, Head of HR Marketing & Recruiting, Schenker Deutschland AG „Geeignete Kandidaten zu identifizieren, ist die größte Herausforderung“, sagt Julia Kahle, Head of HR Marketing & Recruiting bei der Schenker Deutschland AG (links). „Wir suchen schließlich nicht irgendwen zu irgendwann.“ So sei es in einigen Bereichen mittlerweile schwierig, richtig gute Leute mit Logistik Know-how auf dem Markt zu finden. Hervorragende Disponenten und auch top qualifizierte Sales Mitarbeiter, deren Expertise über den Landverkehr und die Luft- und Seefracht hinausreicht, werden ständig gesucht, berichtet Kahle.

„Soziale Netzwerke haben keinen Branchenfokus“

Um den Personalbedarf in den einzelnen Regionen des Konzerns innerhalb kürzester Zeit decken zu können, spielt das HR Marketing & Recruiting bei der Schenker Deutschland AG u.a. auf der Klaviatur des „Active Sourcing“, das seit 2016 kontinuierlich aufgebaut wird. Denn obwohl DB Schenker einen großen Namen in der Branche habe und mit attraktiven Jobangeboten glänzen könne, stehe man als Global Player in Konkurrenz zu vielen namhaften Unternehmen aus anderen Industrien und müsse daher alle Register des modernen E-Recruitings ziehen, so Kahle.

 

Talent Mining, Profile Mining, Karriere Page: es ist das Web, das für Recruiter heute zum Pool der Kandidatensuche geworden ist. Und Social Media spielt dabei eine wichtige Rolle. Doch die großen sozialen Kontakt-Netzwerke haben in der Regel keinen Karriere- oder Branchenfokus. So ist es nur mit hohem Aufwand möglich, Kandidaten nach Profilen zu filtern. Und häufig passen die Ergebnisse am Ende dann doch nicht zusammen.

 

Auf der transport logistic 2017 macht das Team der Schenker Deutschland AG Bekanntschaft mit BirdieMatch. Das Hamburger Start-up veranstaltete erstmals mit der Messe München ein Live-Job-Matching – und präsentierte dem Unternehmen sein Konzept. Kurz darauf meldete sich der Logistiker als Arbeitgeber auf der Online-Plattform an, startet eine Testphase und stellt die ersten Positionen anhand eines umfassenden Kriterienkatalogs auf BirdieMatch ein.

 

„Alle sind daran interessiert, angesprochen zu werden“

„Das Konzept hat uns von Anfang an begeistert“, erzählt Kahle. Es ist die gezielte Auswahl potenziell geeigneter Bewerber, die das System auf Knopfdruck aus mehr als 5.000 detaillierten Kandidatenprofilen vorselektiert. „Man bekommt Klasse statt Masse. Und alle sind daran interessiert, angesprochen zu werden.“ Die Attraktivität liege auch darin, dass es sich bei BirdieMatch um ein reines Logistikportal handele und die Kandidaten damit gleich aus der richtigen Branche kämen.

 

Mit der Möglichkeit, hunderte, zum Teil sehr individuelle Kriterien bei der Positions- und Unternehmensbeschreibung angeben zu können, erweitert sich beim Online-Job-Matching die Chance, den fachlich wie menschlich genau passenden Kandidaten zu finden. „Bei BirdieMatch werden neben fachlichen Anforderungen auch Heart-Skills berücksichtigt und Faktoren, die einen attraktiven Arbeitgeber auszeichnen“, erläutert BirdieMatch Geschäftsführer Josef Schindler. So könnten Unternehmen beispielsweise Aspekte wie flexible Arbeitszeiten, Home-Office und Work-Life-Balance ins Spiel bringen. Über 500 Kriterien werden beim Job-Matching via BirdieMatch zwischen Arbeitgeber und Jobsuchenden abgeglichen. Trotzdem dauert es nur wenige Minuten, eine Vakanz einzugeben.

 

Die Vorteile des digitalisierten Recruitings  bekommt mittlerweile auch die klassische Personalberatung zu spüren. Denn für die Kandidatensuche über die Job-Matching-Plattform müssen weder Provisionen gezahlt werden, noch ist die Auswahl der Kandidaten auf das Netzwerk des jeweiligen Personalberaters begrenzt. Hinzu kommt: Registrierte Nutzer können bei der Online-Personalsuche direkt Kontakt zu ihrem Wunschkandidaten aufnehmen.

 

„Am Ende muss das Gesamtpaket stimmen“

Und welchen Stellenwert haben Jobportale für das Personal-Recruiting bei DB Schenker? „Die persönlichen Vorstellungen von einem Arbeitsplatz haben sich innerhalb der letzten zehn Jahre grundlegend verschoben“, beobachtet Kahle. So müsse am Ende das „Gesamtpaket“ stimmen, zu dem neben einem adäquaten Gehalt beispielsweise das Firmenhandy, der Laptop oder eben flexible Arbeitszeiten zähle. „Viele dieser Faktoren lassen sich nicht umfassend in einer Stellenanzeige abbilden“, so Kahle.

 

Welche Faktoren sind es, die DB Schenker als Arbeitgeber attraktiv machen? Wir haben uns modernen Formen der Arbeitswelt und Teamarbeit geöffnet“, sagt Kahle, die die Logistikbranche für „unglaublich zukunftsfähig“ hält. Erst Recht bei einem Arbeitgeber, der als Global Player das komplette Portfolio logistischer Dienstleistungen abdecke und internationale Karrierechancen biete.

 

Bewerber für eine Position bei DB Schenker haben seit kurzem beste Chancen, mit Julia Kahle und ihrem Team zusammenzufinden: Die Testphase ist abgeschlossen. BirdieMatch zählt für DB Schenker heute zum digitalen Instrumentarium einer aktiven wie effizienten Kandidatensuche.