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Ausbildung plus Studium für einen guten Start im Logistik-Job

Der 10. Studierenden-Jahrgang des HL-B mit Prof. Dr. Claus Muchna von der HFH (links) und Jens Guthermuth von der B20 (4.v.l.). (Foto-Quelle: Herder)

Der Hamburger Logistik-Bachelor (HL-B) ist in die zehnte Runde gegangen. Im August hat der zehnte Jahrgang mit 16 Studenten den triqualifizierenden Studiengang aufgenommen. Er verknüpft eine duale Ausbildung in einem Unternehmen sowie an der Beruflichen Schule für Spedition, Logistik & Verkehr (B20) zum/r Kauffrau/-mann für Spedition und Logistikdienstleistung mit einem Studium in BWL an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH) mit Bachelorabschluss als Vorbereitung für einen künftigen Job in der Logistik. Der Verein Hamburger Spediteure (VHSp) und die Akademie Hamburger Verkehrswirtschaft (AHV) sind Kooperationspartner bei diesem Ausbildungsmodell.

Von den Studienanfängern wird Engagement auf dem Weg zu ihrem künftigen Logistik-Job verlangt: Die Ausbildung mit dualem Studium dauert acht Semester. Der Berufsschulunterricht findet in einer separaten HL-B-Klasse statt, um Überschneidungen mit den Studieninhalten zu vermeiden. Teile der praktischen Ausbildung werden als Pflichtpraktika anerkannt, einige Prüfungen im Rahmen des Berufsschulunterrichts ersetzen die Klausuren im Studium. Weiterer Stoff wird an der Berufsschule unterrichtet, aber mit einer HFH-Klausur dokumentiert. Andere Kenntnisse eignen sich die Studenten im Selbststudium oder in Präsenzphasen für HFH-Prüfungen an. Der kaufmännische Abschluss sowie die Bachelorarbeit sind feste Bestandteile der Ausbildung. Bisher haben 60 Teilnehmer das Studium abgeschlossen. Die meisten sind direkt von ihrem Ausbildungsbetrieb in einen festen Logistik-Job übernommen worden.

Das Modell bietet die HFH mittlerweile auch in Bayern und im Rhein-Main-Gebiet mit regionalen Partnern an. Vorteil des triqualifizierenden Prinzips: Auch sehr gute Abiturienten interessieren sich für eine Karriere in einem Logistik-Job, weil ein Studienabschluss zur Ausbildung gehört. Die Unternehmen wiederum schätzen die Einbindung der Studierenden in die Praxis in den Unternehmen und die Pflicht zum kaufmännischen Abschluss. Bei den meisten dualen Studiengängen ist dieser nicht verpflichtend vorgeschrieben. Unternehmen können mit einem solchen Angebot dem Fachkräftemangel für ihre Logistik-Jobs entgegenwirken.

Wir von BirdieMatch sind überzeugt von diesem Modell. Fachkräfte und Absolventen dieser Fachrichtung finden Sie dann auf unserem Job-Matching-Portal für Logistiker.