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Wie bereiten Sie sich auf die Digitalisierung in Ihrem Logistik-Job vor?

Studie über Digitalisierung zeigt Handlungsbedarf auf – auch in der Logistikindustrie. (Foto-Quelle: Fotolia)

Haben Arbeitnehmer die Bedeutung der Digitalisierung für ihren Logistik-Job erkannt? Noch nicht, geht aus einer Studie der Manpower Group hervor.

 

Aktuell machen die Deutschen ihren Job offenbar vorwiegend wegen des Geldes. Beförderungen oder Wissenszuwachs streben sie seltener an als zuvor. Die Relevanz des Aufbaus von Kenntnissen rund um die Digitalisierung haben erst wenige Arbeitnehmer erkannt. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Karriereziele 2018“ der Manpower Group, für die 1022 Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt wurden. Alle Ergebnisse finden Sie hier: https://www.manpowergroup.de/neuigkeiten/studien-und-research/studie-karriereziele/

Nur zehn Prozent der Befragten wollen ihre Digitalkompetenz ausbauen. Anke Anderie, Managing Director HR & MarCom der Manpower Group Deutschland, sieht die Ursache darin, dass der digitale Wandel für viele Mitarbeiter nicht konkret greifbar sei. Was bedeutet er direkt für mich und meinen Logistik-Job im Unternehmen? Wie wird er meinen Arbeitgeber und meine Jobchancen verändern? Diese Fragen müssten Unternehmer ihren Mitarbeitern konkret beantworten. Erst wenn die Unternehmensleitung und die Mitarbeiter verstanden hätten, was digitale Transformation im eigenen unmittelbaren Umfeld bedeute, könnten daraus Handlungen abgeleitet werden, so Anderie. Eins ist für sie jedoch sicher: Der Umgang mit dem Ungewohnten wird zur Normalität. Wer das in seinem Arbeitsleben verinnerliche, verfüge bereits über einen der wichtigsten Bausteine für die digitale Kompetenz.

 

Die Verantwortung liegt zunächst bei der Führung

Anderie führt weiter aus: „Ist die Eingangsfrage geklärt, ist die Unternehmensführung gefragt, mit einer klaren Vision und Strategie für die gesamte Organisation einen Rahmen zu setzen: Welche Technologien werden für das Unternehmen in Zukunft wichtig? Welche neuen Trends werden zurzeit genau unter die Lupe genommen? Welchen Einfluss werden diese Technologien auf unser Unternehmen in fünf Jahren haben?“ Diese Fragen sehr konkret zu beantworten, sei nicht realistisch. Eine Richtung vorzugeben, sei jedoch durchaus möglich. Zudem müsse eine regelmäßige und offene Kommunikation gepflegt werden, die auch die emotionale Ebene der Mitarbeiter einbeziehe.

 

Unternehmen als Partner

Entsprechend muss das Unternehmen als Partner der Mitarbeiter, der hilft und begleitet, positioniert werden. Ein einfaches „Bilde dich weiter, sonst können wir Dich morgen nicht mehr gebrauchen.“, schürt Ängste, aber kein Verstehen oder Engagement. Das Unternehmen ist laut Anderie in der Pflicht, den Mitarbeitern mögliche Wege aufzuzeigen. Diese gehen über Seminare hinaus. „Wissensvermittlung muss einen festen Platz in der täglichen Arbeit erhalten“, ist Anderie überzeugt. Zudem finde Know-how-Transfer auch im Rahmen von (sozialen) Netzwerken statt oder im Austausch bei bereichsübergreifenden und interdisziplinär besetzten Projekten. Ebenso entscheidend für eine gute Lernkultur sei letztlich auch eine Atmosphäre, die den proaktiven Umgang mit Fehlern und wertschätzendes Feedback fördert.

Anderie nimmt Mitarbeiter allerdings nicht aus der Verantwortung. Sie müssten sich Gedanken machen über ihre eigene Rolle und genau beobachten, was sich im Markt, in der eigenen Branche und letztlich auch im Unternehmen bewegt. Denn Digitalkompetenz bedeute vor allem, regelmäßig dazuzulernen, Neues mit offenen Augen zu betrachten und auch aktiv auf Veränderungen zuzugehen, statt alles auf sich zukommen zu lassen. Anderie: „So entsteht in einem Unternehmen eine Kultur, die digitale Transformation erst möglich macht.“

Die Textquelle finden Sie hier: https://www.xing.com/news/klartext/nur-einer-von-zehn-will-digital-kompetenter-werden-2464