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Kündigung des Logistik-Jobs? Chance für Exit-Interview nicht verpassen!

Auch aus einer Kündigung kann man mit einem guten Gespräch und Handschlag gehen. (Foto-Quelle: Fotolia)

Schade, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach der Kündigung des Logistik-Jobs nichts mehr zu sagen haben. Beide Seiten schlagen Chancen in den Wind. Was ein Exit-Interview bringen kann.

 

Die Kündigung ist da und nur selten gibt es in diesem Moment einen Weg zurück. Trotzdem sollten beide Seiten noch einmal miteinander reden, um sich angemessen voneinander zu trennen und in der Zeit bis zum Ausstieg aus dem Logistik-Job alles noch Notwendige zu regeln. Hier die wichtigsten sechs Punkte:

  • Warum geht der Mitarbeiter?
    Eventuell lässt sich aus den Beweggründen etwas lernen. Zudem zeigt ein Nachfragen Interesse.
  • Welche Verbesserungsvorschläge hat der Mitarbeiter?
    Selbst wenn Missstände nicht der Grund für den Wechsel sind: Was ist dem scheidenden Mitarbeiter aufgefallen, wo sind Änderungen im Verhalten oder der Organisation erforderlich? Feedback ist unbezahlbar – und für den Ex-Mitarbeiter eine Chance, etwas für seine Kollegen zu tun.
  • Wie lässt sich die Weitergabe von Know-how organisieren?
    Gibt es schon einen Nachfolger im Logistik-Job, der eingearbeitet werden kann? Wer muss wissen, was der scheidende Mitarbeiter weiß? Eine solche organisierte Übergabe zeigt dem bisherigen Mitarbeiter auch, dass sein Wissen wertgeschätzt wird.
  • Ein Zeichen nach innen setzen
    Dass mit scheidenden Mitarbeitern noch einmal konstruktiv gesprochen wird, spricht sich im Unternehmen positiv herum. Vielleicht kommen Gespräche dann auch schon vor Kündigungen in Gang.
  • Erfahren, was an der Konkurrenz so verlockend ist
    Warum nicht direkt fragen, was den bisherigen Mitarbeiter an der Konkurrenz reizt? Vielleicht ergeben sich so Ansatzpunkte auch für das eigene Unternehmen.
  • Man sieht sich mindestens zwei Mal
    Verläuft das Exit-Gespräch erfolgreich, steht einer Rückkehr des scheidenden Mitarbeiters zu einem späteren Zeitpunkt kaum etwas im Weg. Es ist in diesem Interview auch möglich, eine solche Option bereits konkret anzusprechen. Vereinbaren, in Kontakt zu bleiben.

 

Natürlich setzt ein solches Interview ein angemessenes und wertschätzendes Verhalten beider Seiten auch im Zuge der Kündigung des Logistik-Jobs voraus. Und: Ein solches Gespräch darf nicht erzwungen werden. Zudem sollte das Zeugnis dem Mitarbeiter bereits unterschrieben vorliegen, damit er ein Fehlen nicht als Druckmittel auffasst.

Sinnvoll ist es, die Ergebnisse mehrerer dieser Interviews zusammenzuführen, um einen detaillierten Blick ins eigene Unternehmen zu bekommen. So lassen sich Schwachstellen noch leichter bestimmen und dann beseitigen. Dies hilft auch, andere Mitarbeiter im Unternehmen zu halten.

Mehr erfahren Sie im Karriere-Newsletter „ingenieur.de“ der VDI Nachrichten unter: https://www.ingenieur.de/karriere/arbeitsleben/zehn-gruende-fuer-ein-exit-interview/?utm_source=Maileon&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+Karriere&utm_content=20180215