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Home Office: Was ist zu beachten im Logistik-Job?

Home Office erfordert ein gewisses Maß an Selbstdisziplin. (Foto-Quelle: Fotolia)

Fragt man Arbeitnehmer nach ihren Wünschen zusätzlich zum eigentlichen Logistik-Job, stehen flexible Arbeitszeiten und Home Office ganz oben auf ihrer Liste. Ein Grund, die Arbeit im Home Office einmal näher zu beleuchten.

Freiheit! Arbeiten, wann man will und so lange man will. Nicht ständig vom Chef genervt werden, keine Ablenkung durch Kollegen. Stimmt. Aber Home Office kann auch bedeuten, keine Kollegen zu haben, dafür aber Ablenkung durch andere Dinge, die zuhause dringend zu erledigen sind – etwa Hausarbeit, Hausaufgabenkontrolle o.ä., keine geregelten Arbeitszeiten zu kennen sowie keine wirkliche Abgrenzung zwischen Arbeitsplatz und Privatsphäre zu finden.

Es warten also ungewohnte Herausforderungen auf Menschen, die von Zuhause aus arbeiten möchten.

Davon abgesehen, ob alle Logistik-Jobs überhaupt die Möglichkeit bieten, einen Teil oder auch die gesamte Arbeitszeit vom Home Office aus zu wirken, gibt es einiges zu beachten.

Manche sehnen sich schnell wieder zu den geordneten Verhältnissen im Firmenbüro zurück. Nicht nur die vorgegebene Tagesstruktur fehlt ihnen plötzlich.

Kein Wunder. Neben den Anforderungen eines Arbeitsplatzes zuhause ist die Home-Office-Bilanz auch mit Blick auf Einkommen und Karriere schlecht. Das haben Wissenschaftler rund um Nicholas Bloom von der Stanford University herausgefunden. Zumindest in den USA, wo zehn Prozent der Beschäftigten regelmäßig von Zuhause aus arbeiten, ergab die Untersuchung von 16.000 Betroffenen über einen Zeitraum von neun Monaten Erstaunliches: Einerseits stieg die Leistung der Versuchsteilnehmer um 13 Prozent an. Dies vor allem, weil die Mitarbeiter länger arbeiteten als sie mussten, weniger und kürzere Pausen machten sowie seltener krank waren. Gleichzeitig stieg die Konzentration dank weniger Störquellen und die Heimarbeiter waren zufriedener mit ihrer Arbeit. Andererseits nahmen die Chefs der Versuchsteilnehmer – im Vergleich zu einer Gruppe, die weiterhin im Büro arbeitete – die gestiegene Leistung nicht wahr und honorierten sie entsprechend auch nicht. Weder durch Gehaltserhöhungen oder zumindest Entlohnung der Mehrarbeit noch durch einen Schritt nach oben auf der Karriereleiter. Dabei sparten sie auch noch Bürokosten.

Nur eingeschränkt selbstbestimmt

Zudem ist es ein Trugschluss, dass man völlig flexibel und im eigenen Rhythmus arbeiten kann. Schließlich sind Termine einzuhalten, ist an Telefonkonferenzen teilzunehmen und verlangt auch beziehungsweise gerade die Arbeit zuhause eine detaillierte Abstimmung mit Kollegen und Vorgesetzten. Kaum ein Arbeitgeber wird Sie zudem ohne festgelegte Arbeitszeiten nach Hause schicken. Schließlich müssen sie erreichbar sein für Ihre Kollegen im Logistik-Job. Das hat den Vorteil, dass Sie zumindest offiziell irgendwann auch Feierabend haben. Und den Nachteil, dass Sie eben nicht flexibel einteilen können, wann Sie arbeiten.

Die Verantwortung liegt bei dem, der im Home Office arbeiten möchte. Arbeit wird dadurch nicht zur Freiwilligkeit. Selbstorganisation ist noch wichtiger als im Büro. Der Blog „karrierebibel.de“ hat 50 Tipps zusammengestellt, wie es mit der Arbeit von Zuhause aus klappen kann: https://karrierebibel.de/wp-content/uploads/2017/02/Home-Office-Tipps-Regelung-Arbeiten.pdf

Sind Sie für Home Office Arbeit geeignet?

In unserem Blog finden Sie auch einen Selbsttest, ob Sie für die Arbeit im Home Office überhaupt geeignet sind: https://karrierebibel.de/home-office-tipps/

Und wie überzeugen Sie Ihren Chef von Ihrer Home-Office-Idee? Dazu demnächst mehr im Blog von BirdieMatch, dem Job-Matching-Portal für Logistik, Spedition, Transport und KEP.