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Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Logistik-Jobs gut

2018 verspricht ein Jahr mit Wirtschaftswachstum zu werden – das wirkt sich auch positiv auf die Logistik-Branche aus. (Foto-Quelle: Fotolia)

Die Wissenschaftler des Ifo Instituts erwarten 2018 ein Konjunkturwachstum um 2,6 Prozent – den höchsten Wert seit 2011. Damit geht einher, dass die Arbeitslosenquote weiter sinkt. Dies beeinflusst auch die Lage bei den Logistik-Jobs positiv.

Das Ifo-Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V., eine führende Wirtschaftsforschungseinrichtung mit Sitz in München, sagt der deutschen Wirtschaft im kommenden Jahr das stärkste Wachstum seit 2011 voraus.

So interpretiert „Zeit Online“ die neuesten Zahlen der Wirtschaftsforscher (http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-12/konjunktur-ifo-institut-wirtschaft-wachstum-prognose ). Die Münchner Wissenschaftler hoben die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,0 auf 2,6 Prozent an. Für 2017 haben sie kürzlich ihre Vorhersage aus Juni 2017 auf 2,3 statt bisher 1,8 Prozent heraufgesetzt. Dazu Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser: „Wenn die Zahl der Arbeitstage nicht so niedrig wäre, hätten wir in diesem Jahr sogar ein Wachstum von 2,5 Prozent.“

Die Forscher sind überzeugt: Der Schwung aus dem Jahr 2017 verlängert sich bis weit ins Jahr 2018 hinein. 2019 soll es dann noch zu einem Plus von 2,1 Prozent reichen – es wäre das zehnte Wachstumsjahr in Folge. Durch die positive Entwicklung entstehen den Prognosen nach zudem immer mehr Jobs, die Arbeitslosenquote sinkt weiter. 2019 sollen 45,9 Mio. Menschen in Deutschland erwerbstätig sein bei 2,2 Mio. Arbeitslosen (4,9 Prozent). Die Verbraucherpreise sind nach vorläufigen Zahlen 2017 um 1,8 Prozent gestiegen, sollen sich in diesem Jahr um 1,8 Prozent erhöhen und 2019 um 2,2 Prozent. Der Staat erhält gleichzeitig Steuermehreinnahmen. Einzig die ausstehende Regierungsbildung sorgt für Unsicherheiten bei Unternehmen und Wissenschaftlern.

Ifo-Indikator für Speditionen

Laut dem Ifo-Indikator ist der Index für die Geschäftslage der Spediteure in Deutschland im Dezember 2017 auf 53,4 Punkte (ausgedrückt in Prozentsaldo) geklettert. Das ist der höchste Wert seit September 2007. Gegenüber dem guten Wert aus November 2017 (46,0 Punkte) war nochmals eine spürbare Verbesserung zu verzeichnen. Das vermeldete die „Verkehrsrundschau“ im Dezember 2017 (https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/ifo-indikator-festtagslaune-bei-den-spediteuren-2047717.html). Die Erwartungen der Branche für die Zukunft sind allerdings nicht ganz so optimistisch, wobei das Geschäftslima mit 41,6 Punkten so hoch bewertet wird wie zuletzt im April des Boomjahres 2007.

Ähnlich gut sieht es bei den Unternehmen des Straßengüterverkehrs aus. Das bestätigen auch die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts Destatis zu den Transportpreisen im Straßengüterverkehr. Sie sind im dritten Quartal 2017 deutlich gestiegen.

Wie auch viele Umfragen der „DVZ“ in der Branche belegen, verteuert sich LKW-Frachtraum weiter. Dies liegt unter anderem am Fahrermangel, andererseits aber auch an der sehr guten konjunkturellen Lage, die mehr Fracht auf dem Markt bringt. Im Vergleich zum dritten Quartal 2016 sind die Frachtraten um 1,2 Prozent gestiegen, und zwar am stärksten im Regionalverkehr (Touren zwischen 51 und 150 km: plus 2,4 Prozent). Im Binnenfernverkehr (über 150 km) und im grenzüberschreitenden Verkehr verteuerte sich die Frachtbeförderung mit LKW verglichen mit den Vorjahreswerten mit 1,1 beziehungsweise 0,3 Prozent unterdurchschnittlich.