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Droht die Kündigung des Logistik-Jobs? Warnzeichen erkennen

Die Angst davor seinen Logistik-Job- zu verlieren. (Foto-Quelle: Fotolia)

Die wirtschaftliche Lage von Speditionen und Transportunternehmen ist so gut wie lange nicht mehr. Entsprechend können viele davon ausgehen, dass ihre Logistik-Jobs sicher sind. Und trotzdem: Diverse Arbeitnehmer haben Angst vor dem Verlust ihres Logistik-Jobs. Wie lässt sich das Risiko besser einschätzen?

Die Schreibtische sind voll, das Unternehmen sucht mehr Mitarbeiter. Trotzdem kann es zu Kündigungen kommen. Einerseits, weil Ihr Unternehmen vielleicht viele Aufträge hat, aber die Erträge nicht stimmen. Andererseits, weil Sie oder Ihr Logistik-Job eventuell nicht mehr zum Unternehmen passen. Schließlich werden Digitalisierung und etwa projektbezogene Arbeitsverträge zu Veränderungen im Arbeitsmarkt führen.

Auf diese 10 Warnzeichen sollten Sie achten:

  1. Verfolgen Sie die Berichterstattung über Ihr Unternehmen in den Medien und fragen Sie beispielsweise im Betriebsrat nach: Wie gut geht es Ihrem Arbeitgeber wirklich? Achten Sie auf den Flurfunk. Suchen Sie auch regelmäßig in Blogs und Branchenforen nach Nachrichten über Ihre Firma. Werden die Umsatzerwartungen gesenkt?
  2. Fallen Betriebsausflüge aus und findet die Weihnachtsfeier künftig in der eigenen Kantine statt? Betrachten Sie Sparmaßnahmen kritisch – aber bedenken Sie auch, dass Sie zur Rettung der Firma und damit Ihres Logistik-Jobs führen können.
  3. Hat sich die Einstellungspolitik geändert? Werden günstige Berufsanfänger statt erfahrene Bewerber gesucht? Dies kann ein Zeichen für weniger Geld im HR-Topf sein – oder auch für den eingeleiteten Wandel im Unternehmen. Einsteiger bringen eventuell für die Zukunft erforderliche Kenntnisse mit.
  4. Was passiert in der Branche? Tobt in einem Segment ein Preiskampf, der auch auf Ihr Geschäftsfeld übergreifen könnte? Ist es leicht für Ihre Kunden, den Anbieter zu wechseln, oder punktet Ihr Unternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen?
  5. Wie wichtig sind Sie für Ihren Arbeitgeber? Wie voll ist Ihr Schreibtisch tatsächlich? Und warum? Sind Ihr Wissen und Ihre Kontakte so unentbehrlich, dass sich die Arbeit bei Ihnen ballt, oder lassen Sie gern Aufgaben erst einmal ein bisschen reifen?
  6. Werden Ihnen noch neue Projekte zugeteilt oder Verantwortungen entzogen? Warum? Fragen Sie nach, suchen Sie das Gespräch mit Ihren Vorgesetzten. Sind Sie in einen eher unwichtigen Bereich versetzt worden? Experten haben Langeweile am Arbeitsplatz als eine mögliche Form von Mobbing identifiziert, in Fachkreisen „Straining“ genannt. Eine freiwillige Kündigung oder ein Boreout können die Folge sein. Fangen Sie rechtzeitig an, sich nach einem neuen Logistik-Job umzusehen.
  7. Werden Sie überwacht und können selbst kleinste Entscheidungen nicht mehr selbstständig treffen? Eventuell wartet jemand darauf, dass Sie einen Fehler machen, um Sie kündigen zu können. Oder Sie haben in der Vergangenheit einen Fehler gemacht, der unter allen Umständen künftig vermieden werden muss. Sprechen Sie mit Ihren Vorgesetzten über die Gründe.
  8. Werden Sie noch zu Meetings eingeladen oder bleiben Sie außen vor? Natürlich gibt es heutzutage zu viele Meetings und diverse, zu denen man unnötigerweise gebeten wird. Doch wie steht es um die für Ihren Job wichtigen Treffen?
  9. Feedbackgespräche ohne Lob durch Ihren Vorgesetzten und für Sie die Situation, dass Sie sich für Ihre Arbeit rechtfertigen müssen? Fragen Sie nach, warum.
  10. Sie erhalten eine Abmahnung. Dies geht natürlich nur, wenn Sie einen Fehler gemacht haben. Doch viele Unternehmen verzichten auf Abmahnungen und suchen mit Ihnen gemeinsam Wege, um Schwächen auszumerzen. Eine Abmahnung deutet auf ein schweres Vergehen hin oder die Idee des Unternehmens, Sie über mehrere Abmahnungen loswerden zu können. Sprechen Sie mit Ihren Vorgesetzten – und handeln Sie rechtzeitig.

Ausführlich geht auf die Sie persönlich betreffenden Punkte Miriam Franke unter folgendem Link ein: https://arbeits-abc.de/warnzeichen-drohende-kuendigung/?xing_share=news  

Viele Karriereberater sind allerdings auch überzeugt, dass eine berufliche Veränderung wie ein Logistik-Job-Wechsel – egal ob freiwillig oder aufgrund des Verlusts der Arbeitsstelle – für die Karriere durchaus förderlich sein kann. Angst ist in jedem Fall der falsche Ratgeber.

Und wie reagiert man, wenn Mitarbeiter ständig um Ihren Logistik-Job fürchten und dadurch möglicherweise krank zu werden drohen? Tipps für Vorgesetzte finden Sie zum Beispiel hier: https://www.impulse.de/management/personalfuehrung/angst-vor-jobverlust/3549456.html