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Motivationsforschung bei Logistik-Jobs im Lager

10 Lager der Logistikdienstleistungsbranche und dem Großhandel wurden im Rahmen vom MoLa untersucht. (Foto-Quelle: Fotolia)

Wie motiviert man Mitarbeitende im Lager und wie wirkt sich dies auf die Lagerleistung aus? Diese Fragestellungen sind Gegenstand eines Forschungsprojekts.

Mitarbeiter/innen im Lager arbeiten im Allgemeinen mit viel Freude und sind intrinsisch hoch motiviert. Als demotivierend werden ungünstige Rahmenbedingungen wie etwa geringe Wertschätzung und Störungen im Arbeitsprozess genannt. Zudem besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der Produktivität eines Lagers und der Mitarbeitermotivation.

Doch Lagerleiter/innen schätzen das Vorhandensein von HR-Maßnahmen im Lager generell höher ein als die betreffenden Arbeitnehmer/innen selbst. Offensichtlich kommen die Bemühungen der Führung bei den Fachkräften im Lager nicht immer an.

Das sind erste Erkenntnisse aus dem laufenden Forschungsprojekt „MoLa – Motivation im Lager“. Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS untersucht zusammen mit dem Lehrstuhl für Psychologie im Arbeitsleben der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Forschungsgruppe für optimierte Wertschöpfung HSAOps der Hochschule Augsburg die in den Unternehmen eingesetzten Instrumente zur Motivation gewerblicher Mitarbeiter im Lager und deren Zusammenhang mit der Lagerleistung.

Zur Bemessung der aktuell vorherrschenden Lagerleistung und Motivation wurden zehn Lager von beteiligten Praxisunternehmen aus der Logistikdienstleistungsbranche und dem Großhandel gegenübergestellt, sowie deren Mitarbeiter und Führungskräfte befragt.

Welche nicht-finanziellen Mittel tatsächlich der Mitarbeitermotivation und damit der Produktivität des Lagers dienen, wird in einer zweiten Projektphase erforscht, die Ende 2018 abgeschlossen sein soll. Mehr erfahren Sie unter: https://www.scs.fraunhofer.de/de/forschung/diversifizierung/mola.html