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Schriftliche Zusage für den neuen Logistik-Job: Kann noch etwas schiefgehen?

Grundsätzlich können Sie auf eine schriftliche Jobzusage zählen. (Foto-Quelle: Fotolia)

In den meisten Fällen klappt es mit dem neuen Logistik-Job, wenn eine schriftliche Zusage vorliegt. Aber manchmal eben auch nicht. Wie ist die rechtliche Situation?

 

Bingo! Sie haben sich gut geschlagen in der Bewerbungsphase, Ihr Traum-Logistik-Job ist Ihrer. Das geht zumindest aus der E-Mail hervor, die Sie gerade aus der Personalabteilung Ihres neuen Arbeitgebers erhalten haben. Sie können bei Ihrem alten Arbeitgeber kündigen, eventuell Ihren Umzug planen und schon mal mit dem neuen Gehalt Rechenspiele betreiben. Doch ist eine schriftliche Zusage verbindlich?

Eins vorweg: Die meisten Arbeitgeber halten sich an die ausgesprochene Zusage. Es kann sein, dass Sie lange warten müssen, bis der schriftliche Vertrag unterschriftsreif bei Ihnen vorliegt. Aber das hat mit der Aussage an sich nichts zu tun, eher vielleicht mit Ihrem noch einige Monate entfernt liegenden Eintrittstermin oder mit Details, die noch ausgehandelt werden müssen.

 

Selbst mündliche Zusagen gelten

In Deutschland gilt grundsätzlich die Vertragsfreiheit. Das heißt auch, dass die Form der Vereinbarung unbedeutend ist. Selbst mündliche Zusagen gelten als rechtlich bindend und können als rechtmäßiger Abschluss eines Vertrags gewertet werden, wenn alle wichtigen Inhalte und Aspekte besprochen und vereinbart wurden.

Allerdings müssen Sie die mündliche Zusage erst einmal beweisen. Bei schriftlichen Zusagen ohne Vertrag können Sie beispielsweise zunächst einen Vorvertrag mit Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber unterzeichnen. Darin kann grundsätzlich die Zusage bestätigt werden, darauf hingewiesen werden, dass bestimmte Details noch zu vereinbaren sind und sogar eine Art Vertragsstrafe bei Nichtantritt Ihrerseits oder Rücktritt des Arbeitgebers vereinbart werden.

 

Ob Sie Ihren Traum-Logistik-Job einklagen, sollten Sie sich jedoch gut überlegen. Wenn das Unternehmen mit Ihnen aus welchen Gründen auch immer nicht (mehr) zusammenarbeiten will, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie trotz erfolgreicher Klage die Probezeit nicht überstehen. Wollen Sie unter solchen Vorzeichen den neuen Job überhaupt antreten? Ziehen Sie in jedem Fall möglichst einen Arbeitsrechtler zu Rate.

Noch mehr Fakten erfahren Sie von Nils Warkentin unter https://karrierebibel.de/schriftliche-zusage/